Geschichte der Schobüller Schule

Bis 1875 hatte Schobüll eine einklassige Schule, das Schulgebäude der Haupt- oder Kirchspielschule befand sich nördlich neben der Kirche. Der Schullehrer war gleichzeitig auch der Küster der Gemeinde. In Hockensbüll gab es eine Nebenschule für die Kinder der Dörfer Lund und Hockensbüll, die hier bis zum 10. Lebensjahr unterrichtet wurden. Danach mussten auch diese Kinder zur Schobüller Schule. Dieses kleine Häuschen bestand aus einer Schulstube und einem kleinen Vorraum.
In den Jahren 1874-1875 erhielt Schobüll eine neue zweiklassige Schule - den heutigen Magisterhof. Die Nebenschule in Hockensbüll wurde damit überflüssig, das Gebäude 1876 abgerissen. Das Schulgebäude erfüllte bis zum Bau der Bornschool auf dem Schobüller Berg seinen Zweck. 1962 wurde es zum heutigen Hotel und Restaurant "Magisterhof" umgebaut.
Der Schobüller Gemeinderat beschloss 1960, eine neue vierklassige Schule mit einer Dienstwohnung für den Hauptlehrer zu bauen. Der Neubau wurde notwendig, da das alte Schulgebäude im heutigen "Magisterhof" für die steigende Anzahl der schulpflichtigen Kinder zu klein wurde. Im September 1961 war Baubeginn. Der Name "born" könnte aus der friesischen Sprache stammen und "Teich" oder "Quelle" bedeuten. Der letzte Teich lag gegenüber der Schule und wurde leider vor einigen Jahren bei einer Straßenbaumaßnahme zugeschüttet.

Quelle Dieter Reichhardt: Schobüll- ein Rundgang durch das Dorf. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 2002